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Google Aktie: Fängt Google 2015 an, eine Dividende zu zahlen?

Foto: Pixabay, Hebi65

Von den großen Technologiegiganten ist Google (WKN:A0B7FY) (NASDAQ:GOOG) (ETR:GGQ7) eines der wenigen Unternehmen, das noch ein Programm für die Kapitalrückführung implementieren müssen. Microsoft und Intel haben schon lange eines, während Apple  (WKN:865985) (NASDAQ:AAPL) (FRA:APC) 2012 eines einführte.

Amazon.com und Facebook geben kein Geld zurück an Investoren, da Amazon.com nicht wirklich viel Geld übrig hat und Facebook noch im Wachstumsmodus und relativ jung ist. Aber Google ist groß, ausgereift und ziemlich profitabel.

RBC Capital Markets Analyst Mark Mahaney denkt, dass Google ein solches Kapitalrückführungsprogramm in diesem Jahr starten könnte. Ist es an der Zeit für den Suchgiganten, zurückzugeben?

Ein Kapitalrückführungsprogramm könnte helfen, die Aktie zu stützen

Für den Anfang, Google Aktien hatten ein raues Jahr. Seine Peers Apple und Microsoft konnten den Nasdaq Composite Index locker schlagen, während Google mit guten Abstand hinterherhinkte.

Daten von YCharts

Daten von YCharts

Während Google sich weiterhin entwickelt, können Investoren nicht unbedingt so sehr auf den Preisanstieg der Aktie setzen, wie sie es während der Wachstumstage des Unternehmens konnten.

Die Implementierung eines Kapitalrückflussprogramms könnte helfen, die Aktie zu stützen. Eine Dividende könnte potentielle einkommensorientierte Investoren anlocken, was die Aktionärsbasis von Google verbreitern würde. Ein Aktienrückkaufprogramm könnte den Gewinnzuwachs so weit steigern, dass es den Verwässerungseffekt des Aktienprogramms für Mitarbeiter kompensieren könnte.

Aber zu welchen Kosten?

Sollte Google eine Dividendenrendite anbieten wollen, die Vergleichbar mit der seiner Peers ist, dann würde das Unternehmen irgendwo zwischen 1,5% und 2,5% auszahlen. Ungefähr so gut zahlen Apple, Microsoft und Intel ihre Aktionäre.

Unternehmen Dividendenrendite Ausschüttungsquote
Apple 1.7% 28%
Microsoft 2.6% 44%
Intel 2.4% 52%

Quelle: Reuters. Ausschüttungsquote der letzten 12 Monate

Wenn wir die super-stimmberechtigten Class B Aktien nicht mitzählen, befinden sich insgesamt 624,1 Millionen Google Class A und Class B Aktien im Umlauf. Wenn Google seinen Aktionären eine Dividendenrendite von 2% bieten möchte, dann würde das ca. 10,6 USD je Aktie bedeuten, oder 6,6 Milliarden USD insgesamt. Das ist vor Berücksichtigung irgendeiner Aktienrückkauf Autorisierung. Das ist eine moderate Summe und Google kann sie sich leisten.

Es gibt noch eine Menge mehr, wo das her kam

Googles Bilanz ist ziemlich stark. Der Suchgigant hat im Moment 62,3 Milliarden USD in Form von Cash und liquiden Wertpapieren in seinen Büchern. Vor drei Jahren waren das 42,6 Milliarden USD. Indem Googles Cash Position weiter anwächst, steigt auch die Chance dafür, dass Aktionäre einen Teil davon zurückbekommen.

Selbst wenn du Googles gesamte Verbindlichkeiten von 5,2 Milliarden USD davon abziehst, hat Google immer noch eine Netto-Cash-Position von 57,1 Milliarden USD. Der operative Cashflow im letzten Quartal alleine betrug 13,4 Milliarden USD. Google generiert Cash also in einem gesunden Ausmaß.

Die größere Hürde ist jedoch der Standort an dem Google diesen Berg von Bargeld lagert. Insgesamt halten die ausländischen Niederlassungen 41,8 Milliarden USD davon. Das heißt, dass sich über zwei Drittel des gesamten Bargeldbestandes im Ausland befinden. Aber wie andere Unternehmen, zum Beispiel Apple, könnte sich auch Google an die öffentlichen Schuldenmärkte wenden, um ein Kapitalrückflussprogramm zu finanzieren, ohne Repatriierungssteuern zu zahlen. Google würde diese Schulden wahrscheinlich für einen Zinssatz von 2% erhalten, weit unter dem Steuersatz von 35% der Repatriierungssteuer.

Sollte Google diesen Weg gehen, dann würde sich auch der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz verringern, genau wie bei Apple.

Wer ist der Boss?

Es gibt jedoch eine weitere Herausforderung. Googles Kapitalstruktur beinhaltet drei unterschiedliche Aktienklassen. Eine Struktur, die Anfang letzten Jahres implementiert wurde, als die dritte Klasse hinzugefügt wurde. Class A Aktien erhalten eine Stimme je Aktie, Class B Aktien (nur in Händen von Insidern des Unternehmens) erhalten 10 Stimmen je Aktie, während Class C Aktien keine Stimme erhalten. Der Nettoeffekt dieser neuen Struktur ist eine weitere Konsolidierung der Stimmrechte an Larry Page, Sergey Brin und Eric Schmidt.

Dieses Dreigespann besitzt 92,5% aller Class B Aktien, was fast 61% aller Stimmrechte entspricht. Diese drei bestimmen also praktisch alleine wo es lang geht und diese Struktur limitiert die Möglichkeiten eines jeden Aktivist-Investors ausreichend Stimmrechte zu akkumulieren, um irgendeine bedeutende Veränderung zu erlassen. Damit ein Kapitalrückführungsprogramm Realität wird, müssen Larry, Sergey und Eric es wollen.

Fairerweise muss man sagen, dass es auch trotz Apples einfacherer Aktienstruktur für einen Aktivist-Investor aufgrund der schieren Größe von Apple ausgeschlossen ist, eine große Position mit bedeutsamen Stimmrechten aufzubauen. Selbst ein 5% Anteil an dem Mac Macher würde heute 33,5 Milliarden USD kosten. Bei der letzten Zählung besaß Carl Icahn 53 Millionen Aktien mit einem Gesamtwert von 6 Milliarden USD. Auf der anderen Seite können große institutionelle Investoren ihre Kräfte (und Stimmrechte) bündeln, um Veränderungen herbeizuführen. Das kann Google nicht passieren.

Mahaney glaubt, dass Google Ende 2015 fast 80 Milliarden USD Cash haben wird, was sich den knapp 100 Milliarden nähert, die Apple hatte als es sein Kapitalrückführungsprogramm implementierte. Es ist an der Zeit für Google zurückzugeben und 2015 ist ein Jahr so gut wie jedes andere dafür.

Sind diese drei Aktien besser als Google?

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The Motley Fool empfiehlt Amazon.com, Apple, Facebook, Google (A Aktien), Google (C Aktien) und Intel. The Motley Fool besitzt Aktien von Amazon.com, Apple, Facebook, Google (A Aktien), Google (C Aktien), Intel und Microsoft.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu auf Englisch verfasst und wurde am 31.12.2014 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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