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3 Value Aktien in der Nähe ihrer 52-Wochen Tiefs, die es wert sind zu kaufen

Foto: Pixabay, OpenClips

Während viele Unternehmen jenseits ihres intrinsischen Werts bewertet werden, sind andere zu potentiellen Schnäppchenpreisen zu haben. Während viele Investoren lieber nichts mit Aktien zu tun haben, die in der Näher ihrer 52-Wochen Tiefs dümpeln, macht es Sinn zu schauen, ob der Markt auf negative Nachrichten eventuell überreagiert hat.

Hier ein Blick auf drei solcher gefallener Engel, die zu kaufen es wert sein könnte.

Sei gierig, wenn andere ängstlich sind

Nur weil ein Unternehmen eine Value Aktie ist, bedeutet das nicht, dass die Aktie nicht volatil ist — frag nur mal die Aktionäre von Russland’s Telekomanbieter Nummer 3, VimpelCom (WKN:A0YE2R) (NASDAQ:VIP) (FRA:35V).

VimpelComs Jahr 2014 war nichts geringeres als katastrophal. Das Unternehmen kürzte die jährliche Dividende drastisch um mehr als 95% auf 0,035 USD pro Aktie, 0,80 USD waren geplant. Die Argumentation von VimpelCom war, den Abfluss von Cash zu begrenzen, um Schulden in Zusammenhang mit dem Netzausbau schneller zurückzuzahlen. Als ob das nicht genügend schlechte Nachrichten für Aktionäre gewesen wären, verlor der Rubel 30% seines Werts — was es teurer für VimpelCom macht, Equipment aus Übersee zu kaufen — und die Wirtschaft Russlands schwächelt aufgrund der Sanktionen der EU und den USA.

Quelle: Flickr Nutzer Marjan Lazarevski.

Quelle: Flickr Nutzer Marjan Lazarevski.

Trotz diesen Problemen glaube ich, dass Investoren diese Value Aktie ernsthaft in Betracht ziehen sollten, während die Emotionen ihren Höhepunkt erreichen.

Ja, VimpelCom bringt 22 Milliarden USD in Nettoverbindlichkeiten mit sich. Das bedeutet einen höheren Verschuldungsgrad als bei vergleichbaren Unternehmen. Glücklicherweise laufen andere Dinge aber mehr zugunsten des Unternehmens. Zum Beispiel dass die Grund der Schulden von VimpelCom der Rollout einer verbesserten Infrastruktur ist. Eine größere Reichweite und verbesserte Qualität bedeuten, dass VimpelCom wettbewerbsfähiger ist als in vergangenen Jahren. Ergebnisse waren schon im dritten Quartal zu sehen, das VimpelCom mit 5 Millionen Mobilfunk-Abonnenten mehr beendete (223,4 Millionen) als das Vorjahresquartal. Außerdem sah VimpelCom einen Anstieg seines Datenumsatzes um 22% in Russland, wo sich ein Viertel seiner Abonnenten befinden.

Das führt zu meinem zweiten Punkt: Erweiterung der Infrastruktur. VimpelCom hat schwer in die Zukunft investiert und viele Regionen in Russland sind immer noch dabei ihre Netzwerke schneller zu machen. Das öffnet die Türen dafür, dass Konsumenten ihre Telefone upgraden, um diese schnellen Netzwerke auch ausnutzen zu können. Das könnte die Verkaufszahlen von Apple’s iPhone vorantreiben, was VimpelCom trotz einer hohen Mobiltelefon-Dichte die Möglichkeit geben könnte für viele weitere Jahre zu wachsen.

Schlussendlich bringt VimpelCom relativ vorhersehbare Umsätze und Gewinne herein. Mobilfunkanbieter haben aufgrund der hohen Eintrittsbarrieren für Mobilfunkdienste oft eine gute Preissetzungsmacht. Das schützt VimpelCom’s Aktie voraussichtlich vor einem beachtlichen Absturz.

Man kann mit Sicherheit sagen, dass Investoren im Moment richtig Angst haben. Aber bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von sieben könnte es das beste für Investoren sein, Warren Buffett’s Ratschlag zu befolgen und gierig zu sein, wenn andere Angst haben.

Polier dein Portfolio mit dieser Aktie auf

Seit sich der Ölpreis auf einem Mehrjahrestief befindet und die Aussicht auf steigende Öl-Nachfrage aufgrund der Wachstumssorgen in der EU und China auch nicht gerade rosig ist, finden sich Energieaktien derzeit regelmäßig in meiner Serie zu Value Aktien. Trotzdem empfehle ich, dass du Enerplus (WKN:A1H499) (NYSE:ERF) (FRA:E17) in Betracht ziehst.

Quelle: Enerplus.

Quelle: Enerplus.

Enerplus ist ein nordamerikanisches Unternehmen im Bereich der Öl- und Gas- Exploration und Produktion; und wie du bestimmt erratest, wurde die Aktie durch den fallenden Ölpreis zerschmettert, da dieser potentiell Umsatz und Gewinn mindern könnte.

Auch in 2011 erlitt das Unternehmen einen harten Schlag, als Enerplus seine Steuervorteile verlor, weil es nicht mehr als ein Kanadischer „Income Royalty Trust“ eingestuft wurde, sondern als normales Unternehmen. Daraufhin musste Enerplus seine Dividende kürzen. Im Ergebnis verlor die Aktie seit Anfang 2011 fast zwei Drittel ihres Wertes.

Die guten Neuigkeiten sind, dass es trotz der geringen Ölpreise noch viel Wachstumspotential gibt.

Zunächst einmal hat Enerplus dank seiner Sicherungsgeschäfte gute Arbeit geleistet, einen Teil seiner Produktion zu schützen. Im dritten Quartal gab Enerplus an, dass 64% seiner Rohölproduktion zu einem Durchschnittspreis nach Lizenzgebühren von 95,29 USD je Barrel abgesichert wurde. In weiser Vorausschau sicherte Enerplus 15.500 Barrel pro Tag für die erste Jahreshälfte 2015 und 8.000 Barrel pro Tag für die zweite Jahreshälfte, beides zu preisen von ungefähr 94 USD je Barrel. Als Kontext: Enerplus produziert rund 40.000 Barrel am Tag.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass sich die größten Anlagen von Enerplus im ölreichen Williston-Becken befinden. Ob es sein Öl direkt am Bohrturm in Cushing in Oklahoma verkauft oder es mit dem Zug ganz einfach nach Louisiana verfrachten lässt, Enerplus hat einige Optionen den bestmöglichen Preis dafür zu bekommen.

Quelle: Enerplus

Quelle: Enerplus

Außerdem merkte mein Fool-Kollege Matt DiLallo an, dass Enerplus ein Vorreiter auf dem Gebiet des “Downspacing” ist — also darin, mehr als ein Bohrloch in einem traditionell definierten Gebiet unterzubringen, in dem normalerweise nur ein Brunnen betrieben wird. Diese Methode erlaubt es Enerplus, schnell seine Erträge zu steigern, besonders wenn der Ölpreis kooperiert.

Mit der Aussicht auf eine monatliche Dividende mit einer Rendite von fast 8% und einem KGV von gerade einmal 12,1 glaube ich, dass diese Value Aktie noch richtig Raum zum Wachsen hat.

Die Würfel mit dieser Value Aktie rollen lassen

Mit der letzten Value Aktie dieser Woche führe ich dich nach Las Vegas und Macau, um dein Glück mit Las Vegas Sands (WKN:A0B8S2) (NYSE:LVS) (FRA:LCR) zu versuchen.

In den vergangenen Monaten geriet Las Vegas Sands unter Druck, nachdem es seine Marktführerschaft in Macau verlor und mit Wachstumssorgen in China und Europa zu kämpfen hatte. Die Casino- und Urlaubsindustrie verlässt sich normalerweise auf eine wachsende Wirtschaft als Umsatztreiber, daher wurde die Las Vegas Sands Aktie von den Wachstumssorgen in den angesprochenen Regionen getroffen.

Das Venetian Macao. Quelle: Las Vegas Sands

Das Venetian Macao. Quelle: Las Vegas Sands

Aber wie mit VimpelCom und Enerplus wäre Las Vegas Sands nicht hier, wenn ich nicht eine Fülle Gutes jenseits des neuerlichen Pessimismus sehen würde.

Trotz der Tatsache, dass Las Vegas Sands nicht mehr die Nummer eins in Macau ist, es hat mit seinem gemäßigten Ansatz noch immer einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil gegenüber vieler seiner Peers. Weil Las Vegas Sands mit seinen Casinos und Resorts Konsumenten mit mittleren Einkommen ansprechen möchte (welches eine besonders schnell wachsende Klasse in China ist), hat es tendenziell einen gesünderen Kundenmix im Vergleich zu seinen Peers, was zu besser vorhersehbaren Wachstum und Cash Flow führt.

Las Vegas Sands leistet auch gute Arbeit, seine Kosten unter Kontrolle zu halten und Investoren zu entlohnen. Die 6,8 Milliarden USD Schulden von Las Vegas Sands sind nicht so abschreckend wie die einiger seiner Peers (ich schaue da zum Beispiel auf Caesars Entertainment) und die Kosten sind im letzten Quartal im Vergleich zum Vorjahr sogar gefallen. Zusätzlich gab Las Vegas Sands bekannt, dass seine Dividende in 2015 auf 2,6 USD je Aktie steigern wird — das sind 30% mehr als 2014 und entspricht einer Dividendenrendite von 4,4%!

Ein KGV von 16 mag nicht günstig aussehen, aber ich glaube dass sein prognostiziertes zweistelliges Wachstum das Unternehmen locker in die Kategorie der Value Aktien hebt.

Kauf Aktien, die Warren Buffett kaufen würde...aber nicht kaufen kann

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The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Apple.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und wurde am 12.12.2014 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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