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3 Gründe, warum ich in K+S investiert habe

Foto: K+S AG

Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich alle Zahlen auf den Stand vom 8.1.2015

Vor kurzem habe ich Aktien der K+S AG (WKN:KSAG88) (ETR:SDF) (FRA:SDF) gekauft. Dafür sprach einiges, insbesondere aber, dass meiner Meinung nach ein Megatrend den jetzt schon starken Cashflow von K+S in Zukunft sicherstellen wird, so dass mir meine heutige Investition in K+S über Jahre hinweg ein zusätzliches Einkommen bescheren wird.

1. Megatrend einer wachsenden Weltbevölkerung treibt langfristige Nachfrage

Ungefähr die Hälfte seines Umsatzes erzielt K+S mit dem Verkauf von Kaliprodukten. Ein Großteil davon wird mit kaliumhaltigen Düngemitteln erzielt. Diese setzen Bauern ein, um ihre Agrarflächen möglichst ertragreich zu bewirtschaften.

Wirf mal einen Blick auf die Entwicklung der für das Jahr 2050 prognostizierten globalen  Agrarsituation.

  2010 2050 Veränderung in %
Weltbevölkerung 6,9 Milliarden 9,6 Milliarden +39 %
Agrarfähiges Land pro Einwohner 2.100 m2 1.800 m2 -14 %

Quelle: UN World Population Prospects 2012

In 35 Jahren müssen unsere Bauern Nahrungsmittel für 39 % mehr Menschen produzieren als heute und haben dafür 14 % weniger Fläche zur Verfügung.

Für K+S sind das sehr gute Nachrichten, denn laut Wikipedia ist Kalium der drittwichtigste Nährstoff für Pflanzen, nach Stickstoff und Phosphor. Du kannst also damit rechnen, dass die Nachfrage nach Kaliprodukten langfristig nicht nur gesichert ist, sondern wahrscheinlich über einen langen Zeitraum kontinuierlich ansteigen wird.

Beim Salz, der zweiten Säule von K+S, das ebenfalls rund 50 % des Umsatzes ausmacht, sieht es ähnlich aus. Die steigende Weltbevölkerung wird die Nachfrage nach Salzprodukten ebenfalls treiben, denn wir brauchen es zum Leben. Zum Beispiel für:

  • Lebensmittelsalz
  • Wasserbehandlung
  • Tiernahrung
  • Infusionen oder
  • Pharmazeutika

Eine weitere Produktsparte von K+S ist Enteisungssalz. Dessen Nachfrage wird hauptsächlich durch das Winterwetter getrieben, was es uns schwerer macht, die zukünftige Nachfrage einzuschätzen. Allerdings ist Enteisungssalz laut K+S die wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Alternative für solche Zwecke.

2. Absolut überzeugender Cash Flow

Fool-Kollege Miklos Szekely hat in diesem Artikel bereits beschrieben, wie wichtig für ihn das Geldschöpfungspotential eires Unternehmens ist. Ich kann ihm dabei nur zustimmen und verwende meine eigene Kennzahl, um einzuschätzen, wie gut die Cash-Generierung eines Unternehmens ist. Es handelt sich um das Verhältnis von Operativem Cash Flow zu den Abschreibungen. Hier kannst du mehr über diese wenig verwendete, aber umso wertvollere Kennzahl erfahren und wie sich die Situation bei K+S darstellt.

Für diesen Artikel reicht es zu wissen, dass dieser Wert bei K+S laut der Zahlen aus dem Geschäftsbericht 2013 bei starken 3,01 liegt. Und das bedeutet, dass das Unternehmen mehr als genug Cash verdient, um zukünftiges Wachstum aus eigenen Mitteln zu finanzieren, beziehungsweise – sollte sich nichts fundamental ändern – überhaupt keine Probleme haben wird, Cash in Form einer hohen Dividende über Jahre an seine Aktionäre zurückzugeben.

Und diesen Plan hat das Management.

3. Die zukünftig erwartete Dividendenrendite

K+S kürzte 2013 seine Dividende und obwohl die Gewinne in 2014 wieder höher waren, wurde sie nicht wieder angehoben.

Jahr Dividende Payout Ratio (Dividenden-auszahlung in % des Gewinns)
2014 0,25 EUR 12,90 %
2013 0,25 EUR 64,90 %
2012 1,40 EUR 37,40 %
2011 1,30 EUR 33,90 %
2010 1,00 EUR 8,50 %
2009 0,20 EUR 410,80 %
2008 2,40 EUR 9,50 %
2007 0,50 EUR n.a.
2006 0,50 EUR 27,40 %
2005 0,45 EUR 31,70 %

Bei dem heutigen Aktienpreis entspricht diese Ausschüttung einer Rendite von knapp über einem Prozent. Zum Vergleich: Bei einigen DAX Peers erhältst du eine Dividendenrendite von bis zu 4 % und mehr. Eigentlich nicht gerade ansprechend für einen Income Investor, oder?

Nicht heute, aber du investierst ja für die Zukunft. Es hat einen positiven Grund, dass K+S die Dividende noch gering hält: Die großen Investitionen, die notwendig sind, um das Legacy Projekt umzusetzen, mit dem das Unternehmen seine Kaliproduktionskapazitäten ab 2016 erheblich steigern möchte. Das Management sieht also das heute zur Verfügung stehende Kapital besser intern angelegt, als es an die Investoren auszuschütten.

Und das wird sich für die Investoren auszahlen, auch wenn es im Moment schmerzt. Das Management hat das Ziel, das Payout Ratio wieder auf 40 – 50 % anzuheben, sobald der Investitionsaufwand wieder geringer wird.

Rechnest du mit den heutigen Gewinnmargen von K+S, gleichbleibenden Kali- und Salzpreisen und der erhöhten Produktionskapazität ab 2016, dann kommst du auf eine rund dreimal so hohe Dividendenrendite. Und das sind meiner Meinung nach konservative Annahmen.

Zum heutigen Aktienpreis ein attraktives Investment

Langfristig ist die Nachfrage nach den Produkten von K+S also gesichert. Das sollte dem Unternehmen genügend Raum bieten, sein Geldschöpfungspotential noch weiter auszubauen. Mit der erwarteten Erhöhung der Dividende in wenigen Jahren ist K+S für mich ein idealer Kandidat für ein zukünftiges Income Investment. Insbesondere, da der seit Kürzung der Dividende in 2013 stark gesunkene Aktienpreis eine meiner Meinung nach sehr attraktive Bewertung bedeutet.

Übrigens, und das ist der Bonusgrund, sieht K+S Management das genauso – seit 2011 hat nur ein Insider ein Mal Aktien verkauft, aber einige andere Insider haben mehrere Male Aktien gekauft und halten diese.

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Bernd Schmid besitzt Aktien von K+S. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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