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Ist Bitcoin ein kluger Kauf?

Foto: Wikimedia Commons, lsokivi

Letzten Monat habe ich an der Konferenz Money2020 teilgenommen. Ein großes Thema dort war Bitcoin.

Was ist Bitcoin? Das ist zwar eine gute Frage, aber hier geht es um etwas anderes. Ich werde nämlich einen Schritt weitergehen, um herauszufinden, ob Bitcoin als Kauf in Betracht zu ziehen ist.

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Nun, bevor ich weitermache, sollte ich klarstellen, dass ich weiß, dass sich die Geister bei Bitcoin scheiden: es gibt die Leute, die echte Bitcoin-Jünger sind, und diejenigen, die denken, dass Bitcoin total albern ist. Ich würde vorschlagen, dass beide Gruppen ihre Vorurteile beiseite legen, um das Folgende vernünftig zu überdenken.

Bitcoin: Warum es klug sein könnte, zu kaufen

Der erste Grund, warum man Bitcoin vielleicht besitzen sollte ist, dass Bitcoin eine enorme Wachstumsmöglichkeit hat.

Man muss nur überlegen: Heute ist Bitcoin mit rund 300 Euro bewertet. Und wer nutzt tatsächlich Bitcoin? Sehr, sehr wenige Leute. Aber die Anzahl von Bitcoins ist begrenzt. Wenn also der Gebrauch von Bitcoin wächst und viel mehr Leute es weltweit beim täglichen Einkaufsbedarf nutzen möchten, würde das den Preis nach oben drücken.

Denn wenn es Billionen von Euros jährlich sind, die für Konsumgüter und Dienstleistungen ausgegeben werden, muss Bitcoin nicht die hauptsächliche Währung sein, damit Bitcoin-Käufer große Gewinne sehen. Es muss nur einen Teil dieser massiven Handelstorte für sich einfordern.

Der zweite Grund, der für einen Bitcoin-Kauf spricht ist, dass Bitcoin mehrere Wege zum Erfolg einschlägt – eine internationale Währung zu sein, ist einer davon.

Stell dir vor, es ist um 1990 und du besitzt einen Teil des Internets. So beschreiben viele Bitcoin-Fans die Chance, die Bitcoin bietet. Aber das ist schwer einzuschätzen. Anders aber die Vorstellung, eine wertvolle Internet-Adresse zu haben, wie www.fantastisch.de oder www.geld.de – das ist dann wie ein Immobilienbesitz.

Man könnte Bitcoin tatsächlich mit Immobilien vergleichen. Jeder Bitcoin ist wie der Besitz von einer Art Geldüberweisungs-Pipeline, die dazu dienen kann, sicher und kostengünstig einzukaufen oder Geld von einer Person zur anderen zu schicken. Wie viel ist so eine Pipeline wert? Heute noch nicht sehr viel, da Bitcoin nur wenig genutzt wird. Aber als Überweisungsmittel hat Bitcoin viele Vorteile, z. B. eben Sicherheit und Kosten. Wenn die Leute diese Vorteile erkennen und der Gebrauch damit steigt, würden diese Geld-Pipelines wahrscheinlich viel mehr Wert haben.

Und obwohl das sogenannte „Smart Money” nicht immer richtig ist, ist es doch bemerkenswert, dass viele große Anleger – und zwar kluge Anleger – in Bitcoin investiert haben. Halte davon, was du willst …

Aber…

Alle Punkte oben klingen ja sehr gut. Aber es gibt keine Garantie, dass irgendwas davon auch so passiert.

Das erste „Nein“ in Sachen Bitcoin sind die hohen Hürden weltweit, aber besonders die, die Regierungen aufstellen. Warum? Ganz einfach. Die Regelung und die Besteuerung von Bitcoin sind kompliziert. Natürlich ist es nicht unmöglich, das Ganze zu ergründen, aber es ist eben auch nicht gängig. Und wir alle wissen, wie gut Regierungen sind, wenn es um Neues und Unbekanntes geht. Deshalb erwarte ich, dass Regierungen rund um die Welt die Bitcoin-Sperre ausweiten werden, was für eine Steigerung des Werts noch größere Anforderungen bedeutet.

Auch wenn es leichter und leichter sein wird, Bitcoin zu kaufen, ist es heute noch kompliziert und schwer. Nicht so kompliziert und schwer, dass es nicht machbar ist, aber kompliziert und schwer genug, dass die Masse heute nicht kauft. Wird sich das ändern? Ich glaube ja, aber nur, wenn wir an den hohen Wert von Bitcoin glauben.

Und letztendlich – obwohl dies keine vollständige Liste der Risiken ist – ist da die Sorge, dass Bitcoin auf Null fallen könnte. Natürlich könnte das theoretisch mit jeder Aktie passieren, aber wie hoch ist dabei die Wahrscheinlichkeit? Denk z. B. an Coca-Cola. Die Aktie könnte auf Null fallen, was aber nur passiert, wenn die Unternehmen, die hinter der Coca-Cola Aktie stehen, durchfallen. Und das würde höchstens dann geschehen, wenn auf der ganzen Welt kein Mensch mehr Coca-Cola trinken würde. Ist das wahrscheinlich? Nun, ich glaube eher nicht.

Aber der Wert von Bitcoins basiert auf der breiten Akzeptanz und dem Gebrauch. Und wenn beides abstürzt – wegen der Regierungssperre, einer besseren Alternative oder aus sonst einem Grund – könnte der Wert von Bitcoins … naja, lass es mich so formulieren: Wir könnten endlich über Bitcoin denken, wie wir heute über Videorecorder denken. Nämlich, dass sie ein Ding aus der Vergangenheit und eigentlich etwas Wertloses sind.

Ähm… dann das Urteil, bitte

Ich wünschte, es gäbe eine leichte Antwort, aber es gibt keine. Was ich sagen kann: Heute besitze ich Bitcoin nicht, aber je mehr ich darüber erfahre, desto größer wird mein Interesse. Aber selbst wenn ich mich für einen Bitcoin-Kauf entscheide, weiß ich, dass ich darüber denken muss, wie ein Risikokapital-Anleger über ein kleines, sich entwickelndes Start-Up denkt. Das heißt, dass ich mich auf die Möglichkeit vorbereiten muss, dass es einen höheren Wert haben, es aber auch wertlos enden könnte.

Bin ich ein Anleger, der dieses Risiko aushalten kann? Bist du so ein Anleger? Das, glaube ich, ist die wichtige Frage bei Bitcoins.

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Matt Koppenheffer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Coca-Cola. The Motley Fool besitzt die folgende Optionsscheine: long Januar 2016 $37 Calls auf Coca-Cola und short Januar 2016 $37 Puts auf Coca-Cola.

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