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Warum Warren Buffett Amerika’s geliebten Batteriehersteller für knapp fünf Milliarden US-Dollar kaufte

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In den letzten paar Monaten war Warren Buffett‘s Berkshire Hathaway (NYSE:BRK-B)(ETR:BRH) sehr beschäftigt und vor kurzem haben wir erfahren, dass die Kauforgie weitergeht.

Es wurde bekanntgegeben, dass Berkshire ein Übereinkommen mit Procter & Gamble (NYSE:PG)(FRA:PRG) über den Kauf des Batterieherstellers Duracell erreichte, im Tausch für das 4,7 Milliarden US-Dollar schwere Aktienpaket, das Berkshire an Procter & Gamble hielt.

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Quelle: Flickr / Anton Fomkin

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Die Details

Ende Juni hielt Berkshire rund 53 Millionen Aktien an Procter & Gamble, die fast 4,2 Milliarden US-Dollar wert waren. Seitdem stieg der Aktienpreis um fast 15%, was das Preisschild von 4,7 Milliarden US-Dollar erklärt.

Als P&G seine Zahlen für das erste Quartal des Finanzjahrs 2015 veröffentlichte, gab das Unternehmen auch bekannt, dass es aus seinem Duracell Geschäft aussteigen möchte, vorzugsweise durch die Schaffung einer alleinstehenden Firma. Während der Bekanntgabe sagte P&G CEO A.G. Lafley:

Wir sind sehr dankbar für den Beitrag unserer Duracell Mitarbeiter. Seit wir das Geschäft im Jahr 2005 als Teil von Gillette übernahmen, hat Duracell seine Position als globaler Marktführer im Batteriegeschäft noch ausgebaut. Es ist ein Geschäft mit einer attraktiven operativen Marge und historisch starker Cash-Generierung. Ich bin davon überzeugt, dass das Geschäft und seine Mitarbeiter auch als eigenständiges Unternehmen weiterhin florieren werden.

Dann merkte P&G an, dass der Grund für diesen Schritt „konsistent mit seinen Plänen, zu fokussieren und seine Marke und sein Portfolio zu stärken“ war, und dass „die Ziele, aus dem Geschäft auszusteigen, die Wertmaximierung für P&G Aktionäre und die Minimierung der Verwässerung des Gewinns pro Aktie“ seien.

Später merkte P&G an, dass das 4,7 Milliarden US-Dollar Preisschild für Duracell dem siebenfachen des bereinigten EBITDA — das heißt einem Gewinn vor Berücksichtigung von Zinsen, Steuern und Abschreibungen — aus dem Finanzjahr 2014 entspricht.

Das Rational

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Also warum würde Warren Buffett diesen Schritt gehen?

Erstens, wie von vielen Nachrichtenseiten wie Bloomberg hervorgehoben — ähnlich wie bei Berkshire’s Deal zu Jahresbeginn, ein Energie-Tochterunternehmen von Phillips 66 zu kaufen –, indem Berkshire das gesamte Duracell Geschäft im Austausch für seine P&G Aktien bezahlt, wird das Unternehmen keine Kapitalertragssteuer für die Gewinne bezahlen müssen, die Berkshire an seinen P&G Aktien verdiente. Anders wäre das, hätte Berkshire seine P&G Aktien für Cash verkauft.

Wenn man berücksichtigt, dass die P&G Anteile in den Büchern von Berkshire zu Beginn des Jahres mit einer Kostenbasis von gerade einmal 336 Millionen US-Dollar aufgeführt waren, sind die Steuereinsparungen alleine schon ein verlockendes Angebot für Berkshire und seine Aktionäre.

Außerdem wissen wir, dass Buffett immer ein Verfechter Davon war, Unternehmen zu einem angemessenen Preis zu kaufen. Der Gesamtmarkt wurde laut der Stern School of Business im Januar für das 11,5-fache des EBITDAs gehandelt und die Konsumerelektronikindustrie für das Neunfache des EBITDA. Vor diesem Hintergrund scheinen die 4,7 Milliarden US-Dollar mehr als vernünftig.

In Berkshire’s Brief an seine Aktionäre schrieb Buffett letztes Jahr, dass “vor mehr als 50 Jahren hat mir Charlie [Munger] gesagt, es wäre viel besser ein wundervolles Unternehmen zu einem fairen Preis zu kaufen, als ein faires Unternehmen zu einem wundervollen Preis.”

Also muss die Berücksichtigung des Deals nicht nur auf den finanziellen Aspekten beruhen. Und Buffett’s Worte zu dem Deal sind vielsagend.

In der offiziellen Bekanntgabe des Deals sagte Buffett:

Ich war immer sehr beeindruckt von Duracell, als Verbraucher und als Langzeitinvestor von P&G und Gillette. Duracell ist eine global führende Marke mit hochqualitativen Produkten und es passt sehr gut zu Berkshire Hathaway.

Man berücksichtige, dass Buffett die Marke Duracell als erstes nennt. Einer meiner Lieblingszitate von Buffett ist:

“Kaufe Gebrauchsgüter, verkaufe Marken“ ist schon lange eine Formel für Erfolg. Sie hat enorme und nachhaltige Gewinne für Coca-Cola seit 1886 und Wrigley seit 1891 eingebracht. Im kleineren Maßstab genießen wir das Glück mit diesem Vorgehen seit wir See’s Candy vor 40 Jahren kauften.

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Und wie trifft das auf Duracell zu?

In seinem Ranking der besten globalen Marken schätzt Interbrand, dass der Markenwert von Duracell bei 4,9 Milliarden US-Dollar stand, noch vor MasterCard (4,8 Milliarden) und nur knapp hinter Chevrolet und Ralph Lauren.

Anders ausgedrückt, Buffett hat weniger für das Unternehmen Duracell bezahlt, als das was nach Schätzung eines Unternehmens die Marke alleine schon wert ist.

Außerdem ist es nicht nur die Duracell Marke, die verlockend ist, sondern auch das gesamte Unternehmen. P&G merkte in seinem Geschäftsbericht an, dass Duracell einen Marktanteil von über 25% im globalen Batteriemarkt hält. Und Interbrand bemerkte in seinem Bericht über das Unternehmen:

Duracell antwortet mit Innovationen und Produktneuheiten kontinuierlich auf die Nachfrage von Verbrauchern. Mit neue Technologien in den Bereichen wieder-aufladbarer Batterien, längeren Energiespeicherzeiten (Duralock) und Synergien mit dem kabellosen Ladegeräten für iPhones (PowerMat), demonstriert das Unternehmen seine Reaktionsbereitschaft in einem sich ändernden Marktumfeld. Duracell arbeitet daran, seine Präsenz weiter auszubauen, indem es Händler-spezifische Partnerschaften eingeht und seine Wettbewerber in diesem Prozess aussticht.

Das Unternehmen zeigt, dass es nicht vor Innovationen zurückschreckt und dass es auf veränderte Ansprüche und Wünsche von Verbrauchern eingehen kann.

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The Motley Fool empfiehlt Berkshire Hathaway und Procter & Gamble. The Motley Fool besitzt Aktien von Berkshire Hathaway.

Dieser Artikel wurde von Patrick Morris auf Englisch verfasst und wurde am 13.11.2014 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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