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Deine Börsenwoche im Rückblick (17.11.2014 – 21.11.2014)

Markt Aktualisierung

Als wir am Freitag gerade dachten, dass die Woche fast zu Ende wäre, gab es noch ein richtiges Kursfeuerwerk. Dank Mario Draghi und der Peoples Bank of China (PBOC).

Draghi hat einmal mehr klar gemacht, dass er verpflichtet ist, zu tun was er kann, um die Wirtschaft in der Eurozone zu stärken. Fast gleichzeitig sahen Markt-Beobachter, dass die PBOC ihre Geldpolitik gelockert hat. Kombiniere diese zwei Dinge und du findest irgendwelche begeisterten Aktienhändler und einen DAX, der heute bis zum Handelsschluss um 2,6% in die Höhe schießt. Kein schlechter Wochenausklang.

Wenn du erfahren möchtest, was in der Woche sonst noch aufregendes passiert ist, lies weiter.

 

Alle die folgende Zahlen beziehen sich auf den Stand vom 20.11.2014, sofern nicht anders angegeben

Die großen Indizes

Vielleicht haben dem DAX (die 30 größten an der deutschen Börse gelisteten Unternehmen) die glanzlosen Wirtschaftsdaten der letzten Wochen nicht so sehr zugesetzt, aber die guten Wirtschaftsnachrichten dieser Woche (siehe unten) hat er geliebt! Es stieg von seiner Eröffnung bei 9.162 Punkten bis knapp unter die 9.500 Marke, seinem höchsten Punkt seit September, und schloss am Donnerstag um 3,5% höher.

Die anderen Indizes beenden die Woche ebenso, mit dem MDAX (die 50 nächstgrößten deutschen nicht-Tech Unternehmen) um 2,2%, dem TecDAX(die 30 größten Tech Aktien) um erstaunliche 5,1 % und dem HDAX (der aus allen Aktien auf den DAX, MDAX und TecDAX besteht) um 3,3 % höher. Die deutschen Indizes führten den Euro Stoxx 50-Index (50 Blue-Chip-Aktien der Eurozone) an, der am Donnerstag nach enttäuschenden Fertigungs-Zahlen für den Oktober fiel, aber insgesamt in dieser Woche noch um 2% stieg.

Und wir sind zurück!

Die letzte Woche beendeten wir mit gemischten Nachrichten. Die gute Nachricht war, dass Deutschland eine Rezession vermied. Die schlechte Nachricht war, dass es nur um Haaresbreite war, um eine fast unmerklich um 0,1 % wachsende Wirtschaft.

Diese Woche brachte weitere Sorgen hervor, diesmal über Russland. Bundeskanzlerin Angela Merkel prophezeit eine „lange, ausgeformte Konfrontation mit Moskau“ nach einer langen und fruchtlosen Diskussion mit Vladimir Putin auf dem G20-Gipfel in Brisbane, Australien. Nour Al-Hammoury, Chief Market Strategist bei ADS Wertpapiere, denkt, dass das von großer Bedeutung ist. „Die Konjunktur in Europa verschlechtert sich aufgrund der globalen Abschwächung und die russischen Sanktionen hat ihr auch nicht geholfen“, schrieb er.

Aber das alles wurde am Dienstag vergessen, als das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) berichtete, dass seine Erhebung der wirtschaftlichen Einschätzung im November auf 11,5 sprang, von -3,6 im Oktober und weit besser als der Konsens-Wetterbericht von 0,9. Dies war der benötigte Schuss in den Arm für die Märkte und die großen deutschen — und auch europäischen — Indizes sprangen höher.

Der Bericht hatte Analysten optimistisch über die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands gestimmt. „Die Verbesserung der Umfragen signalisieren wieder robusteres Wachstum im Jahr 2015“, sagte BNP Paribas Ökonomin Evelyn Herrmann. Jennifer McKeown von Capital Economics stimmte zu: „Die Tatsache, dass sich der Index wieder im positiven Bereich befindet, bedeutet, dass die Mehrheit der Anleger die wirtschaftlichen Bedingungen in den nächsten sechs Monaten jetzt verbessert sehen. Nach der enttäuschenden Schwäche der deutschen Wirtschaft im zweiten und dirtten Quartal ist das das ein erstes ermutigendes Indiz, dass sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzen wird.“

Ich finde es interessant, wie ein kleiner Bericht über wirtschaftliche Einschätzungen einen stärkeren positiven Effekt auf die Märkte haben kann, als Wochen lauwarmer Berichte in die andere Richtung. Aber die meisten der enttäuschenden Berichte waren über aktuelle Bedingungen, während dieser Bericht die künftigen Bedingungen beleuchtet. Was vielleicht bedeutet, dass sich die Dinge jetzt wirklich zum Positiven wenden.

Tops und Flops der Woche

TOP: SMA Solar Technology AG (ETR:S92) (FRA:S92) zeigte diese Woche an zwei Tage die beste Leistung im HDAX (Am Montag mit 5,83% und am Mittwoch mit 4,54%) und war auch am Dienstag und Donnerstag in den Top Ten. Insgesamt lag die Aktie bis Donnerstag 15% im Plus. Was ist passiert, das einen solch großen Gewinn rechtfertigt? Anscheinend nichts. Die beste Vermutung der Analysten ist, dass der weltweit größte Hersteller von Solar-Wechselrichtern von positiven Nachrichten an anderer Stelle in der Industrie profitierte, einschließlich einer Partnerschaft zwischen dem deutschen Hersteller von Solarmodulen Solarworld AG (ETR: SWVK) und dem in der USA ansässigen Microinverter-Produzenten Enphase Energie.

TOP: Der elektronische Payments-Prozessor Wirecard AG (ETR:WDI) (FRA:WDI) zeigte die beste Leistung im HDAX an den zwei anderen Tagen dieser Woche (Dienstag +4,5 % und Donnerstag +4,95 %), nach der Meldung eines kräftigen Wachstums in Q3, sowohl beim Umsatz, als auch bei den Erträgen. Am Donnerstag wurde auch eine neue Partnerschaft mit dem Airline-Vermarkter Hahn Air angekündigt.

FLOP: Tech-Systemhersteller Manz AG (ETR:M5Z) (FRA:M5Z) fiel am Donnerstag um 3,88 %, der größte ein-Tages-Verlust im HDAX diese Woche. Und das trotz eines Berichts von Analyst Thomas Rau der Montega AG, der seine Kaufempfehlung für die Aktie bekräftigte. Investoren könnten über verlorene Umsätze der Display Einheit infolge des Konkurs der GT Advanced oder der potentiellen Schwäche in der Solar-Einheit besorgt gewesen sein.

TOP: ThyssenKrupp AG (ETR:TKA) (FRA:TKA) sprang am Donnerstag nach der Meldung des ersten positiven Jahresüberschuss seit vier Jahren um fast 2,5 %. Das Unternehmen kündigte auch an, dass es die Zahlung von Dividenden ein Jahr früher als erwartet wieder aufnehme, was Vertrauen in Investoren hervorruft, dass Deutschlands größter Stahlkonzern einen erfolgreichen Turnaround hinlegt.

Hab ein schönes Wochenende!

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John Bromels besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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