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3 Möglichkeiten in Deutsches Bier zu investieren

Foto: Pixabay, erge

Wir haben dieses Jahr auf dem Oktoberfest viel Bier getrunken. Mehr als 6,5 Millionen Liter in München allein (und wenn du internationale Feierlichkeiten mitzählst, wird die Zahl noch viel höher). Wäre es nicht toll, am Erfolg des deutschen Biers teilzuhaben, nachdem wir so viel zu diesem Erfolg beitragen? Das Problem ist, dass eine Investition in deutsches Bier schwieriger ist als es scheint …

Es bleibt in der Familie

Ein wichtiger Grund dafür, dass es so schwierig ist in deutsches Bier zu investieren, ist dass die meisten großen deutschen Brauereien Familienunternehmen sind, wie Bitburger, Warsteiner und Krombacher. Also wenn du nicht gerade das Glück hast, in die Kollmar Familie herein zu heiraten, ist es unwahrscheinlich, dass du jemals Miteigentümer ihrer Oettinger Brauerei wirst. Und das gleiche gilt für die anderen.

Zum Glück gibt es ein paar große deutsche Brauereien, die nicht in Familienbesitz sind. Leider sind sie im Besitz von jemand anderem.

Made in Germany, Eigentum in Belgien

Dieser andere ist der belgische Bierriese Anheuser Busch InBev SA (NYSE:BUD)(STG:ITKA), Eigentümer von Beck’s, dem meistverkauften deutschen Bier in der Welt, und Hasseröder, Deutschlands Fassbier Nr. 1, sowie Franziskaner, Spaten Brauerei und Löwenbräu.

Natürlich machen all diese deutschen Brauereien zusammen nur einen kleinen Teil des Unternehmens und der Einnahmen InBev’s aus. Das meiste Geld – und das meiste Bier – kommt von den drei „globalen“ Marken: Budweiser, Corona, und Stella Artois. Deutschland macht laut dem letzten InBev Geschäftsbericht nur etwa 2% des Gesamtumsatzes des Unternehmens aus. Also bevor du losrennst und InBev kaufst, bedenke, dass die Zukunft der Aktie mehr vom Verkauf seiner globalen Marken abhängt als von seinen deutschen. Diese Verkaufszahlen sind jedoch stark: Die InBev Aktie stieg im vergangenen Jahr 16% und übertraf den DAX damit locker. Ganz nebenbei zahlt sie auch eine Dividende mit einer Rendite von 1,84 %.

Eine kleine Möglichkeit

Am anderen Ende des Spektrums gibt es kleinere Deutsche Brauereien, in die man investieren kann. Aber in eine eine kleinere Brauerei zu investieren ist – wie bei vielen anderen kleineren Unternehmen -riskant.

Die Kulmbacher Brauerei (ETR:KUL) zum Beispiel: Sie wird an der Börse München unter dem Kürzel KUL mit einer Marktkapitalisierung von rund 110 Millionen Euro und mehr als 3 Millionen ausstehenden Aktien gehandelt. Das klingt nicht so klein … bis du ein wenig tiefer gräbst.

Kulmbacher ist fast vollständig im Besitz von Unternehmen wie der Brau Holding International, die eine Mehrheitsbeteiligung von 63,8 % besitzt. In der Tat sind nur etwa 4% der Aktien – rund 140.000 – in Streubesitz, was die Aktie sehr illiquide und daher riskant macht. Sie bietet jedoch eine der wenigen Möglichkeiten, um in deutsches Bier zu investieren, ohne gleichzeitig auch in andere Marken zu investieren.

Wenn deutsches Bier nicht deutsch ist

Eine konträre Investition in deutsches Bier ist mit einer Investitionen in das chinesische Bier-Unternehmen Tsingtao Brewery Co Ltd (ETR:TSI). Aber hallo, wie soll Tsingtao ein deutsches Bier sein?

Während Tsingtao in China hergestellt wird, hieß die Firma ursprünglich die Germania Brauerei und wurde 1903 von deutschen Siedlern gegründet. Sie verwendeten ein traditionelles deutsches Rezept für die Zubereitung von Tsingtao, das ursprünglich dem Reinheitsgebot von 1516 entsprach. Seitdem wurde das Rezept leicht verändert, mit Reis Maische-Zutat. Also ist es mehr deutsch als, sagen wir, Bud Lite.

Tsingtao ist ein wichtiger Akteur auf dem chinesischen Biermarkt, mit über 15% Marktanteil und einer großen, globalen Präsenz. Der chinesische Alkoholmarkt ist der größte der Welt – ein Ergebnis der großen Bevölkerung – und rund 90% des Marktes gehen an Bier, Apfelwein und Weinkühler. Die Tsingtao Aktie ist im vergangenen Jahr tatsächlich gefallen, aber das bedeutet nur, dass der Preis jetzt noch attraktiver ist. Dabei solltest du aber berücksichtigen, dass eine Investition in Tsingtao dieselben Risiken birgt, wie Investitionen in alle chinesischen Unternehmen – mehr darüber kannst du hier in meinem Artikel auf Fool.com lesen.

Das Foolishe Fazit

Es ist nicht so einfach, in deutsches Bier zu investieren, wie, sagen wir, in deutsche Autos. Aber wenn du meine Leidenschaft für das Produkt teilst, kann es sinnvoll sein, einige deutsche Biere sowohl in deinem Glas zu haben, als auch in deinem Portfolio. Sicherlich ist es unwahrscheinlich, dass wir bald aufhören, Bier zu trinken. Besonders auf dem Oktoberfest. Prosit!

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John Bromels besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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